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porta
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Kriegsgefangene
Lange Zeit war das auch die Praxis der Römer. Gefangene zu machen, war kostspielig und nervenaufreibend, es war besser, den Feind zu töten. Erst als der Bedarf an Sklaven so enorm gestiegen war, dachten die Römer auch daran, kriegsgefangene Soldaten in den Städten als Sklaven zu verkaufen. Schnell erkannten die Römer auch die Vorteile von feindlichen Soldaten. Sie hatten das Kämpfen erlernt, sie waren im Töten geübt und konnten hervorragend zu einer munera oder ludi eingesetzt werden. So stellten die captivitas zu Beginn der Spiele, neben den Sklaven, den Hauptstamm der Gladiatoren. Auch sie waren, wie die Sklaven, besonders zu bewachen. Ausbruchversuche aus den Schulen waren keine Seltenheit. Zu unfreien Gladiatoren degradiert, zu Sklaven erniedrig, ließen diese Unglücklichen auch keine Möglichkeit aus, ihren neuen Herren das Leben schwer zu machen. Daher wurden die meisten ludus gladiatorius wie Gefängnisse gebaut, um die kostbare Ware im Zaum zu halten. Die Römer hatten kein Problem damit, ihre captivitas
grausam zu behandeln. Es war in der damaligen Zeit üblich, Auf jeden Fall waren die ersten Gladiatoren, die zu den munera auftraten kriegsgefangene Soldaten, auch die Etrusker hatten schon diese Praxis angewandt, die Römer übernahmen es schließlich. Nachdem die ludi immer spektakulärere wurde, griffen die ludes gladiatorius auch gerne auf solche Gladiatoren zurück, sie mußten ja für ausreichend Kämpfer sorgen. Diese Gefangene waren günstig zu erstehen, man konnte sie leichter schulen, weil sie schon Erfahrung hatten, und zumeist gab es sie zu Hauf. Die zahlreichen Kriege der römischen Eroberer sorgten unaufhörlich für Nachschub. |
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