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Cornelia Kempf       

 

 

 

 

 

 

Mein Schlußwort

Obwohl wir heute die Spiele als grausam ansehen, glaubten die Römer lange Zeit, 
daß es eine Notwendigkeit sei. 
Die ludi sollten die Bürger gegenüber der Brutalität der Welt abhärten. Angesichts
der Grausamkeiten, die in einem Krieg herrschten, waren die Spiele vermutlich 
nichts weiter, als ?verharmloste? Schlachten, kaum zu vergleichen mit einem
wahren Krieg und seiner grausamen Wirklichkeit
.
Auch wenn die Veranstaltungen auf dem Höhepunkt unvergleichlich blutig waren,
sollten wir den Menschen der Antike deswegen nicht gleich als blutrünstiges 
Monster abtun. Die Menschen der damaligen Zeit lebten in dieser Welt und waren
von Grausamkeiten und Tod umgeben und sie sahen es als Bestandteil des 
Lebens an.
Selbst wenn wir denken, daß die Menschheit im Laufe der Jahrtausende sich den
humanitären Zielen verschrieben hätte, sind wir vor solchen Grausamkeiten
nicht allzu weit entfernt.
In viele Ländern wird immer noch gefoltert, brutal ermordet und hingerichtet. 
Nur das dies alles unter Ausschluß der Öffentlichkeit stattfindet.
Und das zweitausend Jahre nach den Spielen im antiken Rom!

 

 (c) Cornelia Kempf
online seit: 01. Januar 2001
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