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Cornelia Kempf       

 

 

 

 

 

 

Der Reiter

Der eques war ein berittener Gladiator, der ausschließlich gegen Seinesgeleichen antrat. Er ist neben dem retiarius am leichtesten zu erkennen - und nun erratet mal, woran man ihn erkennt ;-). Ja! 100 Punkte, der eques focht nämlich vom Pferde aus. Er trug keine aufwendige Rüstung, sondern nur eine zweifrabige Tunika, die mit einem Gürtel um die Taille gebunden wurde.

Der eques benötigte auch keine Rüstung, da es auf dem Pferd nur hinderlich sein konnte (anm. des Autors: Ich spreche da aus Erfahrung, da ich es als Statist für einen Film einmal selbst ausprobieren durfte, als ich als Amazone ohne Sattel, aber mit massivem Brustpanzer durch die Steppe reiten durfte - Nicht wirklich angenehm!) Gerne setzte der editor diese Reiter bei nachgestellen Schlachten ein, die vorallem zur Kaiserzeit oft gezeigt wurden, um ruhmreiche Siege nachzustellen.

Ihre Ausrüstung bestand aus einem mittelgroßem Rundschild, Schwert und der hasta, einer Art Stoßlanze. Es ist sehr wahrscheinlich, daß diese Lanze der Vorläufer der ritterlichen Stoßlanze im Mittelalter war, die beim sog. Tjosten zum Einsatz kam.

Ihr Helm wurde kaum verziert, oft einfach gearbeitet und mit Visier. Zum Schutz trugen die eques die manica und manchmal Beinschienen, häufiger war der Beinschutz jedoch aus Leder oder festem Leinen, um die Reiter nicht unnötig zu beschweren. 

 

 (c) Cornelia Kempf
online seit: 01. Januar 2001
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