img1.gif

 

 


contact Author:
Cornelia Kempf       

 

 

 

 

 

 

Wie man Gladiator wurde

Es gab viele Möglichkeiten, Gladiator zu werden. Den Großteil dieser Armee von Kampfmaschinen stellten jedoch die Sklaven.

Diese Gesellschaftsgruppe war rechtlich gesehen eine Sache, wie bei uns heute noch Tiere als Sache angesehen werden. Ein Sklave mußte alles machen, was der Herr von ihm verlangte. Er hatte keinerlei Rechte und durfte ohne größere Rechtfertigung getötet werden.

Eine weitere Gruppe und sozusagen die ersten Gladiatoren, die auch schon zu den munera auftraten, waren die Kriegsgefangenen. Ehemalige Soldaten, die zu Sklaven gemacht wurden

Diese Gruppe von Kämpfern stellte zu Beginn der Spiele den größten Teil. Gefangene Soldaten der Feinde, gab es in den zahlreichen Kriegen zu genüge. Und wurden irgendwann sie durch professionell ausgebildete Gladiatoren ergänzt.

Die wachsende Popularität der Spiele und der todesverachtenden Gladiatoren brachten aber auch viele freie Bürger dazu, sich in die Hand der ludus gladiatorius, und der harten lanista zu begeben. Jedoch auch vorzeitig freigelassene Gladiatoren, die das rudis erhielten, stiegen selbst nach ihrer Freilassung weiter in die Arena. Viele sogar solange, bis sie durch die porta libitina getragen wurden.

Die letzte, aber wohl auch ärmste Variante, Gladiator zu werden, waren die Verurteilten. Zumeist Verbrecher die zum Tode durch das Schwert, damnatio ad bestias, oder anderer Grausamkeiten verurteilt wurden. Diese Menschen schickte man massenhaft zur Belustigung des Mobs in die Arenen. Viele Christen stellen zur großen Zeit der Christenverfolgungen diese Gruppe.

 

 (c) Cornelia Kempf
online seit: 01. Januar 2001
Impressum