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Der Ausbilder
Dennoch, ohne lanista keine Gladiatoren, die sich doch ziemlicher Beliebtheit beim Volke rühmen konnten. Ein Ausbilder wurde nur, wer selbst einst in der Arena stand, also ehemalige Gladiatoren, oder freie Bürger, die selbst durch die harte Schule des ludus gladiatorius gingen. Zu Beginn der Massenunterhaltung in Rom waren die Gladiatorenschulen private Unternehmen, die von dem lanista nicht nur geführt wurde, sondern dem dieser ludus gehörte und damit auch alle Gladiatoren. In den privaten Schulen übernahm der lanista, wohl so ziemlich alle anfallenden Aufgaben selbst. Vorallem in kleineren ludes überwachte der lanista einfach alles, darunter war nicht nur die Ausbildung der Schüler, sondern auch der Einkauf neuer Gladiatoren, die Geschäftsführung, die Verhandlungen mit den editores, den Ausrichtern der Spiele, und alle andere Aufgaben, die noch auf ihn warteten. Sobald sich eine private Schule etablierte, konnte sich der Besitzer natürlich auch Helfer, magistri zulegen, die bezahlt werden mußten. Erst in der Kaiserzeit kamen immer mehr staatliche Schulen auf, wie der ludus magnus in Rom. In den staatlich geführten Schulen waren die lanista Angestellte, die von dem Unterhalter des ludus - zur Kaiserzeit war der Imperator auch der Besitzer dieser Schulen - engagiert waren. Freigelassene Gladiatoren, die das rudis, ein hölzernes Schwert, das ihre Freiheit bedeutete, erhielten, blieben oft in den Schulen, um als Ausbilder zu arbeiten. In
den großen Schulen standen dem lanista
diverse magistri, Helfer zur Seite, denn in den seltensten Fällen legte der lanista
dort selbst Hand an. Er hatte die Aufsicht über die Schule, stellte wohl auch den Ausbildungsplan auf und wählte die Kämpfer für die Spiele aus, kaufte neue Männer oder schloß die Vertäge mit den auctorati, den freien rekrutierten Schülern ab. |
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