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Der Ursprung der Spiele - Die MUNERA
Die Etrusker ließen zur Bestattung eines Angehörigen zwei Männer gegeneinander antreten, damit der Tote einen Gefährten für die Unterwelt hatte. Diese munera wurde Anfangs im kleinen Rahmen abgehalten, wobei Familienangehörige die Kämpfer "engagierten". Für dieses Totenritual waren nur wenige Kämpfer als Akteure im Einsatz. Die Römer übernahmen dieses Opfer von den Etruskern und statteten ihre munera je nach Rang und Ansehen des Verstorbenen aus. In den Anfängen der Republik war an diesem Ritual vermutlich nur ein kleines Publikum zugegen. Ebenso waren es selten mehr als vier Kämpferpaare - zumeist Kriegsgefangene, die vielleicht durch einen solchen Kampf ihre Freiheit wiedererlangten. Im Laufe der Zeit wurden diese Rituale zusehends ein Werkzeug für die Politik, denn solche Kämpfe lockten Schaulustige in Scharen herbei. So stieg im Laufe der Jahre die Anzahl der Kämpferpaare zusehends an. Die Hinterbliebenen, darunter vielleicht ein ehrgeiziger Aristokrat, der zum Senator gewählt werden wollte, scheuten sich zuweilen nicht, für diese Kämpfe mehrere
hundert Gladiatoren einzusetzen Die eigentliche munera wurde im Laufe der Zeit immer mehr für politische Zwecke mißbraucht und zur reinen Volksbelustigung entfremdet. Kaum einer interessierte sich mehr für den ursprünglichen Totenkult. Vorallem die dramitschen Ereignisse im Krisenjahr 105 v. Chr. beschleunigten diese Wende. Die brutalen Kriege der Zeit - die germanischen Volksstämme der Kimber und Teutonen waren auf der Suche nach einer neuen Heimat und fielen in den gallischen Provinzen ein - brachten den Staat dazu, den römischen Bürger an die alten Tugenden zu erinnern: Gleichmut im Unglück, Kaltblütigkeit, Todesverachtung, Disziplin und Härte gegen sich selbst und den Feind gegenüber. All diese Tugenden legten die Gladiatoren an den Tag. So entstanden die ersten staatlich finanzierten Spiele und der Weg zu den ludi, wobei Tausender von Gladiatoren ihr Leben ließen, war geebnet. |
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