img1.gif

 

 


contact Author:
Cornelia Kempf       

 

 

 

 

 

 

Der Samnit

Eine der prächtigsten und ältesten Gladiatorengattungen, war der samnis, der bereits in der frühen römischen Republik in der munera zum Einsatz kam.

Im 3 Jh. v.Chr. unterwarfen die Römer das italische Volk der Samniten. Die Rüstung dieser Krieger war besonders prächtig und zog mit dieser als Gladiator in der Arena ein. Der samnit gilt als Vorläufer des secutor und murmillo. Er kämpfte mit einem Großschild und Schwert. Seine Rüstung war aufwendig gearbeitet und beinhaltete neben kniehohen Beinschienen, einem metallenen Armschutz, eine Art Panzerhandschuh am Schwertarm, auch eine Brustplatte aus Metall.

Sein Helm wurde mit einem Gebinde aus Roßhaar und Federn reich geschmückt. Auffällig ist, daß der Helm keinen Gesichtsschutz hatte und nur mit Wangenklappen versehen war. Man konnte sein Gesicht sehen, ihm während des Kampfes in seine Augen blicken. Im Laufe der Jahre wurden aus den Gladiatoren durch mächtige Visierhelme gesichtslose Kampfmaschinen gemacht. Vielleicht war das auch ein Grund, weshalb der samnis irgendwann nicht mehr vorkam.

Sein Schild konnte sowohl rechteckig als auch oval sein. Er focht mit einem mittellangen Schwert zumeist gegen den tharex.

Durch seine prächtige Ausstattung war der samnit in den Spielen gern gesehen, doch er wurde schon bald von dem murmillo verdrängt. Vermutlich war der samnis bereits ab der Kaiserzeit selten geworden, oder gar nicht mehr zu sehen.

 

 (c) Cornelia Kempf
online seit: 01. Januar 2001
Impressum