img1.gif

 

 


contact Author:
Cornelia Kempf       

 

 

 

 

 

 

Der Verfolger

Der secutor - auch contraretarius genannt - war eine Gladiatorenart, die sich auf den Kampf gegen den beweglichen retiarius spezialisiert hatte. Er kam, wie der Retiarier auch, erst im 1 Jh. n.Chr. auf.

Er war eine weitere Variante des murmillo, focht mit großem Schild und Schwert. Sein Helm ist die größte Auffälligkeit zum murmillo und kann daran am einfachsten erkannt werden. Sonst trug er die gleichen Waffen und Schilde, wie sein Vorbild.

Der massive Helm, der glatt gearbeitet ohne jegliche Verziehrung war, und den ganzen Kopf bedeckte, hatte nur zwei kleine Augenlöcher, was das Sichtfeld des Kämpfers sehr beeinträchtigte. Um etwas zu sehen, mußte sich der Kämpfer mit dem ganzen Körper herumdrehen. Man kann sich leicht vorstellen, wie beklemmend die Situation für den secutor gewesen sein musste, wenn sein Gegener, ein beweglicher retiarius, sein Netz hinter ihm schwang und er die Gefahr erst erkannte, wenn er sich mit dem ganzen Körper in dessen Richtung bewegt hatte. Durch den massiven Helm war wohl auch der Hörsinn stark beeinträchtigt, und das Jubeln der Besucher auf den Rängen, dröhnten vermutlich doppelt so laut. Das Visier des Helmes war beweglich und konnte, wie bei der Bronzefigur abgebildet, nach oben geklappt werden.

Dieser Helm machte den secutor zu einer gesichtslosen Kampfmaschine, die versuchte den Gegner mit seinem Schild abzudrängen und auf Nahkampf spezialisiert war. Der retiarier hingegen, mußte aufgrund seiner Waffen von der Ferne aus kämpfen.

 

 (c) Cornelia Kempf
online seit: 01. Januar 2001
Impressum