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porta
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Die Tierhatz
Der lateinische Begriff venatio bedeutet Jagd. Und das waren die vernatio bestiae auch, sie waren Tierjagten. Die venatores, die Jäger, waren weniger angesehen, als die Gladiatoren der munera, trugen jedoch das gleiche Risiko. Auch bei der Bezahlung der Prämien lagen sie weit hinter den Gladiatoren. Der Kampf Mensch gegen Tier war eine Form der venatio, gerne wurden auch Tiere gegeneinander gehetzt, von denen die Römer ausgingen, daß sie von Natur aus Feinde waren. So stellten sie Elefant gegen Nashorn, Leopard gegen Löwen, und den Stier gegen den Bären. Rasch erkannten die ersten editores, die eine venatio bestiae ausrichteten, daß sich die vermeindlich verfeindeten Bestien eher aus dem Weg gingen, statt sich einen offenen Kampf zu geben. Dieses Problem beseitigten die editores recht schnell. Die Tiere wurden kurzerhand aneinandergekettet und bis zur Weißglut getrieben. Die Szenen, die sich vor den Augen des Publikums abspielten, waren vermutlich furchtbar, aber das Volk begeisterte sich dafür. Der Kampf Tier gegen Mensch war für den venatores nicht ungefährlich. Zum Teil wurde diese Form von Gladiatoren nur mit einer Peitsche ausgestattet und mußte sich so die Bestien vom Leibe halten. Hierbei wurden nicht selten mehrere Arten von bestias eingesetzt, um die Spannung zu erhöhen. Als Gehilfen erhielten die venatores zumeist bestiarii, rangniedere Jäger, die ausschließlich für die Betreuung der Tiere zuständig waren. Sie trieben die Tiere mit Peitschen und Fackeln an. Der Einsatz der Bestien war vielfältig. Je nachdem, welche Gebiete die römischen Armeen eroberten, brachten die editores
auch entsprechende exotische Tiere in die Arena. Auf vielen Reliefs sind neben den Großkatzen, wie Tiger, Löwen, Leoparden und Geparden auch allerlei anderes Getier zu sehen. Elefanten, Affen, Strauße, Eber, Bären, Rehe, Gazellen, Kamele - eben alles, was die Provinzen hergaben. Der enorme Verbrauch an Bestien war nicht zu verachten. Aus einigen Quellen geht hervor, daß während einer einzigen venatio hunderte bis mehrere tausend Tiere ihr Leben verloren. Vorallem bei den Tierhetzen, die den natürlichen Jagdtrieb der Raubkatzen darstellten, ließen viele harmlose Tiere ihr Leben. Angeblich sollen in machen Gebieten bereits zur Kaiserzeit viele Arten fast ausgestorben sein, weil der Bedarf an Nachschub so enorm war. Wie auch immer, die Römer genossen die venatio, denn die brutalen Kampfszenen unter Tieren und gegen Menschen brachten Abwechslung in die ludi und die Bestien waren zudem noch gut für die Hinrichtung der damnatio zu gebrauchen. |
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