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Cornelia Kempf       

 

 

 

 

 

 

Die Jäger und ihre Helfer

Die venatores - Jäger - und die bestiarii - die Helfer - kamen nur zu einer venatio bestiae zum Einsatz. Weder die venatores, noch die bestiarii genossen das Ansehen eines Gladiators. Auch ihre Bezahlung war schlechter, als das der Kämpfer Mann gegen Mann.

Die Hauptarbeit bei einer Tierhatz verrichteten die venatores. Sie waren die Jäger, zumeist mit Schild und Schwert bewaffnet, manchmal sogar nur mit einer Peitsche. Wenn eine Tierschau ohne Kampf anstand, trieben sie oft mit den bestiarii die Tiere voran. Die venatores waren kaum geschützt, trugen nur einen Helm und ein Lendentuch, manchmal eine Tunika.

Die bestiarii waren die Helfer der venatores. Sie kümmerten sich um die Tiere, trieben unwillige Bestien mit Peitschenhieben und Fackeln an.

Obwohl die bestiarii nur passiv am Kampf teilnahmen, trugen sie doch das höhere Risiko. Nachdem sie keine Waffen hatten, wurden sie recht häufig Opfer ihres Einsatzes, denn das Provozieren der Tiere war nicht ungefährlich. Oft genug packte sich ein gereizter Löwe einen dieser Helfer, wenn die venatores nicht Acht gaben, hatten sich rasch einen bestiarii weniger. Das Volk war über solche unfreiwilligen Einlagen höchst amüsiert und applaudierte der Bestie zu.

Beide Gladiatorenarten kämpften ausschließlich mit Tieren und waren nicht auf Kämpfe mit gewissen Tierarten spezialisiert. Dem Römer gefiel zwar eine venatio, aber die Akteure erfreuten nicht ganz solcher Beliebtheit, wie die Gladiatoren die in einem munus auftraten.

 

 (c) Cornelia Kempf
online seit: 01. Januar 2001
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