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porta
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Sieg oder Niederlage
Der Ablauf eines Kampfes war fest geregelt. Nicht bei jeder Niederlage mußte der Kämpfer auch gleich mit dem Schlimmsten rechnen. Er konnte durchaus begnadigt, und ehrenhaft aus der Arena entlassen werden. Ein Sieger erhielt die stattliche Prämie, er wurde geehrt und mit einem Lorbeerkranz gekrönt - zu Beginn der Spiele war es noch ein Palmzweig, ab der Kaiserzeit verlieh man dem Sieger häufig den Lorbeerkranz. Mit jedem Sieg stieg natürlich das Ansehen und der Wert eines Gladiators. Einige wenige Kämpfer konnten bis zu hundert Siege während ihrer Laufbahn als Gladiator verbuchen und brachten es zu erheblichen Reichtum. Das war natürlich das Ziel der meisten der Kämpfer, die freiwillig in die Arena gingen. Für zum Gladiator ausgebildeten Sklaven und Kriegsgefangene war das oft genug der einzige Weg, die Freiheit zu erlangen, wenngleich die, die dieses Ziel erreicht hatten, nicht selten erneut in die Arena stiegen. Sie alle fochten für EHRE, RUHM und REICHTUM - Nicht alle waren in der Lage, sich diesen Wunsch zu erfüllten. Die Mehrzahl der Kämpfer überlebte selten mehr als zehn ludi, viele nicht einmal ihren ersten Einsatz. Es gibt keine aussagekräftigen Statistiken, aber im Durchschnitt überlebten Gladiatoren gerade mal fünf Spiele. Wie aber wurde eine Niederlage hingenommen? Wie oben schon erwähnt, mußte der Unterlegene nicht gleich mit dem Tod rechnen. Wenn er das Publikum außreichend unterhalten hatte, dem Mob sein Kampf gefiel, ging, wie es uns in Filmen gerne gezeigt wird, sich die Gelehrten aber darum streiten, ob es dieses Zeichen auch wirklich so gab, der Daumen nach oben. Er wurde begnadigt und ehrenhaft aus der Arena entlassen. Vielleicht ereilte ihn jedoch schon im nächsten Spiel sein Schicksal. Wenn ein Gladiator einen Kampf lieferte, der dem Volk nicht gefiel, war sein unumgängliches Ende besiegelt. Die Menge forderte seinen Tod und hielt die Daumen nach unten. In diesem Fall wurde von dem Unglücklichen erwartet, daß er das Urteil tapfer hinnahm. Dabei hatte sich der Unterlegene, sofern er noch dazu in der Lage war, vor dem Sieger niederzuknien und den Kopf zu senken. Kein Kämpfer demaskierte sich, sie behielten den Helm auf, so war es vermutlich auch für den Sieger leichter, seine grausame Pflicht zu erfüllen. Den Tod "während" eines Kampfes zu erleiden oder ihm durch eine
Niederlage in die Augen blicken zu müssen, konnte man nicht als gleichgültig ansehen. Auch für den Sieger war es einfacher, einen Gegner zu töten, während er im blutrausch focht, als einem Gladia Nachdem ein Gladiator getötet wurde, zerrte man ihn nicht, wie immer wieder zu lesen ist, an Haken aus der Arena - dies wurde eher mit den noxii, den zum Tode Verurteilten gemacht. Ein Gladiator starb ja ehrenvoll und sollte auch in Ehren aus der Arena getragen werden. Dazu hielten die Bediensteten des Amphitheaters eine verhangene Bahre bereit und trugen den Leichnam in das spoliarium, der Totenkammer. Dort verfuhr man mit ihm weniger ehrenvoll. Es wurde dem Toten zur Sicherheit entweder die Kehle durchgeschnitten, der Körper mit einer Fackel malträtiert, oder ein Speer, ein Schwert in den Leib gerammt, um einen Scheintod oder abgemachtes Spiel zu vereiteln.
Die Bediensteten der Arena entkleideten anschließend den Toten und übergaben ihn,
falls es ein Freiwilliger, oder auch ein
Verurteilter ad
gladius war, der Familie oder
organisierten die Bestattung. Unfreie Gladiatoren, oder Kämpfer, die keine große Anhängerschaft hatten, wurden in
Massengräbern beigesetzt oder eingeäschert. Oft genug jedoch übernahmen auch Liebhaber der Kämpfer die
Bestattung und errichteten ein Grabmal für die einst gefeierten Helden der Arena. Auf den Inschriften dieser Gräber
ist dann oft zu lesen, in wievielen Kämpfen der Tote siegreich hervorging und wurde in seiner Kampfausrüstung abgebildet. |
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